Monthly Archive for März, 2005

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Yahoo erwirbt flickr

Via FlickrBlog:
What is going to happen to Flickr?

Flickr will be continuing on the path it’s on — to Flickr 1.0 and beyond. We’ll be working with a bunch of people that Totally Get Flickr and want to preserve the community and the flavor of what is here. We’re going to grow and change, but we’re in it for the long haul, with the same management and same team.

Mir scheint wieder Bewegung in die nicht mehr so neuen Märkte zu kommen. Die flickr-Macher versprechen in der Meldung nur Gutes wie mehr Speicherplatz und Uploads oder günstigere Pro-Accounts.

Blogtheater: Baghdad Burning als Schauspiel

Parallel zum Buch gibt es Baghdad Burning (Girl Blog from Iraq) nun auch als Schauspiel.

…(it) is not a very good play, but it’s worth your attention for two reasons. It’s the only political drama in New York written from the point of view of an Iraqi who lived through the American invasion, and, for better or worse, it inaugurates an entirely new (and seemingly inevitable) theatrical genre – the blog play. (The New York Times. ‘Baghdad Burning: Girl Blog From Iraq’: Trying to Extract a Drama From the Blog of an Iraqi)

Das Ganze soll einer Mischung aus Dokudrama und Blog gleichkommen. Zum Teil werden von 3 Frauen und einem Mann Passagen aus Riverbends Weblog gelesen, die restliche Choreografie kommt in der NYT-Kritik jedoch eher schlecht weg. Naheliegend ist die Veröffentlichung eines gerngelesenen und spannenden Weblog in Buchform, aber die Idee des Blog-Play ist mir völlig neu.

Digitales nach dem Ableben

Eine berechtigte Frage in der New York Times:
What Happens to Your PC When You Die? :?

Washing Machine (Plattenkritiktestpost)

PLATTENKRITIK: SONIC YOUTH “WASHING MACHINE”
Was das jetzt soll? Warum ich eine so olle Kamelle raushole? Nun, in meiner Rubrik “reingehört” soll es zukünftig Plattenrezensionen geben. Nicht jetzt sofort, vielleicht nicht mal in den kommenden 6 Monaten (Magisterarbeit, jaja), aber irgendwann. Und jetzt teste ich, mitten in der Nacht, wie ich das am besten einbaue. Dafür wollte ich keinen der üblichen Cicero-Texte, denn mit dem Latein stehe ich auf Kriegsfuß. Also muss dieser Text aus dem Jahr 1995 oder 96 herhalten. Vielleicht ja einfach auch ein Anlass, diese Platte nochmal aus dem Schrank zu holen, vom Staub zu befreien und sich freuen, nach langer Zeit wieder reingehört zu haben. //

Seit 1981 gibt es sie nun schon, die ‘ Könige des Independent-Underground’ oder wie auch immer man die wohl wichtigste Post-Punk Band der letzten 15 Jahre bezeichnen möchte. Bestehend aus dem ‘John Cage der Gitarre’ , Thursten Moore (guit.,voc.), seiner Frau Kim Gorden (bg.,voc.), Lee Ronaldo (guit.,voc.) und Steve Shelley (dr.) lieferten die 4 New Yorker schon 14 Alben fernab jeglichen Kommerzes ab. Unaufhaltsam war ihre musikalische Entwicklung:
Vom extremen Gebrauch der Rückkopplungen, Interferenzmuster und psychadelischen wie chaotischen Improvisationen hin zu festeren Songstrukturen, ohne jemals ihren urtypischen Sound oder den Kontakt zu ihren Roots zu verlieren. So auch auf ihrer neuesten Veröffentlichung “Washing machine”. Unverkennbar Sonic Youth und doch wieder anders als ihre anderen Platten.
Das spannungsgeladene Verhältnis zwischen Punk/Guitar-Noise und Popmelodie besteht auch hier durch das gesamte Album hinweg. Ohne sich selbst zu kopieren haben die Sonics wieder einmal ein Klassealbum produziert.
Allein der Opener zeigt schon die musikalische Marschrichtung an: Sraight nach vorn, rhythmisch geprägt vom spartanischen aber mehr als nur effizienten Schlagzeugspiel von Steve Shelley und dem treibenden Bass, der mehr von der Intonation als von schnellen chromatischen oder pentatonischen Läufen lebt. Über diesem soliden Groove bilden die beiden Gitarristen ihre Klanggebilde, wunderschön dissonant und rhythmisch anspruchsvoller als früher. Dazu gesellt sich der ausdrucksstarke, etwas gequälte aber immer noch erotisierende Gesang von Kim. Ein Klassesong und damit schon der erste Höhepunkt der Scheibe. Doch wer denkt, damit hätte sich die gesamte Energie der Sonics schon entladen, der hat weit gefehlt.
Weiter geht’ s mit “Junkie’s promise”, bei dem Thurston Moore -über dessen gesangliche Qualität man sicher streiten kann- die Stimme ergreift. Der Song wird erst nach mehrmaligem hören richtig gut, dann aber zur Sucht wie alle anderen. In “Saucer-like” beweist Thurston dann doch sein melodisches Gesangstalent. Die träumerische Strophe wird durch den mit Sprechgesang unterlegten abgedrehten, fast gewaltsam protestierenden Zwischenpart unterlegt. Einer meiner persönlichen Anspieltips. Hörenswert fortgesetzt wird das ganze mit dem Titelsong “Washing machine”, der in einem typischen improvisatorischen Part zu seinem Ende findet, bei dem über den satte 2 Töne umfassenden Basslauf gitarrentechnisch abgenudelt wird was die Saiten nur so hergeben und in einer Soundcollage enden zu droht, bevor das Ruder in Richtung eines melancholischen Ausklingens rumgerissen wird.
Dieser Stimmungsmoment wird dann nahtlos in “Unwind” aufgenommen, bevor es mit “Little Trouble Girl” und “No Queen Blues” die zwei besten Songs des Albums zu hören gibt, atmosphärisch unglaublich dicht. Bei ersterem hat wohl ein Weihnachts- oder Kinderlied die Inspiration zur Melodie geliefert, letzterer ist das absolute Anspieltip-Muß. Ohne Niveauverlust nach diesem Ohrenschmaus folgen dann die letzten drei Songs des Albums, von denen ich “The Diamond sea” noch besonders hervorheben möchte, der eine Sonic Youth untypische hoffnungsvolle Stimmung verbreitet, die die ansonsten nicht weichen wollende Spannung eines Alptraums unterbricht, natürlich nicht ohne musikalisch doch noch Zweifel an dieser Hoffnung anzumelden.
Auch noch hörenswert die zwischen “Panty lies”(Song acht) und “Skip Tracer” eingeworfene, entfremdete Reprise von “Becuz”, dem oben erwähnten Opener dieses gelungenen Albums. Als einziges Manko muß aber das Fehlen der Songtexte noch erwähnt werden, die man doch gerne mal gelesen hätte. Es bleibt aber der Eindruck eines gefühlsintensiven Werkes, das einen Spiegel des heutigen Weltgeschehens darstellt und mit dem sich Sonic Youth endgültig in die Reihe der Rockkultbands gesellt haben.

Washing Machine

(1995/mb)

Dreihundertdreiundvierzig Meter

343m ist ein Audioblog. So weit ich den Überblick habe, eines der ganz wenigen in der deutschen Blogosphäre. Dafür jedoch ein sehr gutes. Autor Sprecher Max schickt seine Sprachbeiträge via Anrufbeantworter auf sein Weblog und beeindruckt insbesondere dadurch, dass oft genug nach einer neuen Aufzeichnung eine weitere folgt: Die Reflektion. Was, wie und warum habe ich da gerade gequasselt. Gestern hat Max die Schallmauer von 1000 Minuten Zeit-totschlagen (Hörerstatistik) durchbrochen. Ich höre Max sehr gerne und die Feierstunde ist mir Anlass genug, 343m in meine Blogroll zu verfrachten. Was vielleicht noch fehlt, ist die Möglichkeit ebenfalls per Audio auf die Beiträge zu kommentieren.

Vor 2 Jahren: Kriegsbeginn im Irak

Fast 2 Jahre nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York wurde die Welt 2003 Zeuge der nächsten Eskalationsstufe amerikanischer Außenpolitik. Unter Beteiligung einer so genannten „Koalition der Willigen“ wurde ein Krieg gegen den Irak geführt. Die Motive und Ziele diesen Krieg zu führen waren von Beginn an heftig umstritten, eine Vereinbarkeit mit der UN-Charta nicht vorhanden.
Auch nachdem der amerikanische Präsident George W. Bush – in einer medial unübertrefflichen Inszenierung auf einem US-Flugzeugträger – am 1. Mai 2003 das Ende der Kriegshandlungen verkündete, blieb die Situation im Irak bis heute problematisch. Ein Blick zurück auf die wichtigsten Stationen hin zum Krieg:

In dem Bericht zur Lage der Nation, den George W. Bush am 29. Januar 2002 in einer Rede präsentierte, vollzog sich in der öffentlichen Wahrnehmung der erste Schritt hin zu einem neuem Konflikt mit dem Irak:

„Der Irak stellt weiterhin seine Feindseligkeit gegenüber Amerika zur Schau und unterstützt den Terror. Das irakische Regime plant insgeheim seit über zehn Jahren die Herstellung von Milzbranderregern, Nervengas und von Nuklearwaffen. Dies ist ein Regime, das bereits Giftgas zur Ermordung von Tausenden der eigenen Bürger einsetzte – die Körper der Mütter wurden über den toten Kindern liegen gelassen. Dies ist ein Regime, das internationalen Inspektionen zustimmte – und dann die Inspektoren hinausschmiss. Dies ist ein Regime, das etwas vor der zivilisierten Welt zu verstecken hat. Staaten wie diese und ihre terroristischen Verbündeten stellen eine Achse des Bösen dar, die sich bewaffnet, um den Frieden auf der Welt zu bedrohen.” (mehr)

Weitergeführt wurde diese Haltung in der Veröffentlichung der Nationalen Sicherheitsstrategie (NSS) im September 2002. Hier wird zum ersten Mal davon gesprochen, dass sich die USA zukünftig gegen Gefahren und Bedrohungen stellen werden, bevor diese „übermächtig“ werden und ihrerseits handeln. Damit war die Idee eines Präventivkrieges (genauer: Präemptiv, also gegen eine nur vermutete Bedrohung gerichtet) geboren und bereits im Oktober desselben Jahres bemächtigt der US-Kongress, einen Tag später der Senat, den amerikanischen Präsidenten zu einem eventuellen Krieg gegen den Irak. Doch von nun an wurde seitens der USA vorerst der Versuch unternommen, die Zustimmung der Vereinten Nationen zu gewinnen. Am 8. November wurde daher die Resolution 1441 verabschiedet, die dem Irak schwerwiegende Verstöße bescheinigte, dazu aufforderte seine Massenvernichtungswaffen zu zerstören und der irakischen Regierung ernsthafte Konsequenzen androhte. Erneute Waffenkontrollen im Irak folgten, ebenso übergab das Land einen Bericht zu allen seinen Rüstungsprojekten. Während in der Folge die europäischen Akteure Frankreich und Deutschland – Rußland schloss sich an – deutlich Stellung bezogen, die Waffenkontrollen unter UN-Führung sollten weitergehen und sie einen Krieg gegen den Irak ablehnten, verschärfte sich die Rhetorik und die Argumentation der USA und seiner Verbündeten zunehmend. Gleichzeitig wurden bereits große Truppenverbände an den Golf verlegt. Auch das spricht für „…wichtige Indizien, dass die Bush-Administration ihre Entscheidung zum Krieg bereits in der ersten Jahreshälfte 2002, also Monate vor der Verabschiedung der UNO-Resolution 1441 getroffen hatte.“ (Hippler 2003).
Tony Blair präsentierte am 24. September 2002 ein Dossier, das nachweisen sollte, der Irak könne binnen 45 Minuten chemische und biologische Waffen einsetzen. Falsche Argumentationen wie diese – so sprach die amerikanische Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice ebenfalls im September von Kontakten zwischen al-Quaida und dem Irak – kumulierten in der Sicherheitsratssitzung vom 5. Februar 2003, in der Colin Powell „…die Welt mit ‚wasserdichten’ Beweisen von der Gefährlichkeit irakischer Massenvernichtungswaffen überzeugen“ wollte.
Etwas über einen Monat später, am 17. März 2003 erklärte die US-Regierung die Zeit der Diplomatie für verstrichen und forderte Saddam Hussein auf, das Land zu verlassen.

Dieser letztendliche Schritt hin zum Krieg vollzog sich nach „(…) the mid-March 2003 breakdown of U.N. diplomacy over whether the U.N. Security Council should authorize war against Iraq for failing to comply with resolution 1441. The diplomatic breakdown followed several briefings for the U.N. Security Council by the director of the U.N. inspection body UNMOVIC (…) and the director of the IAEA.“ (Katzman 2003: 19).

An diesem diplomatischen Zusammenbruch waren u.a. auch Rußland und China beteiligt, die sich der Haltung Deutschlands und Frankreichs anschlossen. Mit massiven Angriffen auf Bagdad („shock and awe“) begann am 20. März der 3. Golfkrieg, die „Operation Iraqi Freedom“. Das erklärte Ziel: Der Sturz des Regimes von Saddam Hussein, das Auffinden und Vernichten der angeblich vorhandenen Massenvernichtungswaffen und schlussendlich eine Demokratisierung des Irak.

„The campaign in Iraq had indeed succeeded in overthrowing Saddam’s regime, but as of late September 2003, no weapons of mass destruction had been found. (…) It was clear that, as our forces took over the country, new terrorist networks were being created, or imported, in resistance to the American effort. (…) No one could believe at this point that bringing about such a democratic transformation would be easy, quick, or cheap. If it’s true that if a primary but unspoken purpose of the military campaign was to demonstrate the skills and courage of the American forces, then it was surely a success. (…) But power creates ist own adversaries (…)” (Wesley Clark Okt. 2003)

(geschrieben im Okt. 2003 für ein Politikseminar)
Dies gilt auch noch heute: Keine Massenvernichtungswaffen, neue terroristische Netzwerke, AbuGhraib, Fallujah … Aktuell bleibt zu hoffen, dass die unter schwierigsten Umständen – nennen wir es mal so – gewählte Nationalversammlung Schritte in eine Richtung einleitet, die den Irak in eine bessere Zukunft führen.

iTunes Gratis Song

Auf universal-download.de, links oben, kann man sich einen iTunes Minigutschein organisieren. Einfach email eingeben und der Code kommt ins Postfach. Jetzt überlege ich nur, welchen echt langen Song ich gerne hätte? Soll sich ja lohnen, der Gutschein.
[26.3.: mittlerweile gibts wirklich nur noch Virginia Jetzt für den Gutschein. Na denn]

[via nicorola]

Wie wäre es, den Gratissong auch noch ohne die DRM-Regeln zu haben? PyMusique ist ein kleines iTunes-Tool, das auf der Erkenntnis basiert: die beim iTMS gekauften Songs werden erst nach dem Laden verschlüsselt.

[via Spreeblick]

a pic for that i’m back to normal

a roof

a roof,
originally uploaded by woweezowee.
So, nachdem gestern noch einige Kleinigkeiten zu bereinigen waren, widme ich mich jetzt den ‘externen’ features, wie von flickr zu posten. Das Glasdach hier hätte auch Titelgrafik werden können, aber mit der jetzigen bin ich zufriedener.
Well I guess, woweezowee is isn’t back to normal. Habe noch einige Fehler entdeckt. Hm…