Monthly Archive for Oktober, 2006

Mauern

Mike Davis — seit seinem Klassiker “City of Quartz” einer der bekanntesten Vertreter der Urban Sociology — darüber, wie die Armen der Welt brutal von den reichen Ländern ausgegrenzt werden.

my data, your data, everybodys data (II)

In ihrer Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrates zum Entwurf für ein Telemediengesetz (TMG) befürwortet die Bundesregierung die Forderung der Länder, dass Anbieter von Tele- und Mediendiensten auch für Präventionszwecke Bestands- und Nutzungsdaten herausrücken sollen. Der Bundesrat hatte sich dafür eingesetzt, dass die Provider Auskunft über Informationen wie Name, Anschrift oder persönliche Nutzerkennungen auch für die “vorbeugende Bekämpfung von Straftaten” zu geben haben. “Die Bundesregierung stimmt dem Vorschlag zu”, heißt es lapidar in der Erwiderung aus Berlin zu diesem Plädoyer für einen neuen Einschnitt in die Bürgerrechte.

Heise Online: Bundesregierung will Kundendaten für vorbeugende Straftatenbekämpfung, via ix. Den Eindruck von Nico Lumma teile ich im Ürigen: “Das Schlimme ist vor allem: es interessiert keine Sau, was gerade passiert.”

Keine Auslandsblogger?

Bezüglich der in BILD veröffentlichten Fotos deutscher Soldaten, fragt Christian Gapp auf Telepolis:

“Das Internet” hat völlig versagt. Schlicht und ergreifend. Wahrscheinlich deshalb, weil es dort immer nur um “George Dabbleyou” geht. Aber wo sind die kritischen deutschen Blogs, die darüber berichten, was bei “unseren” Auslandseinsätzen geschieht?

Eine berechtigte Frage, wie ich finde. Ich fühle mich da auch etwas ertappt. Selbst auf del.icio.us habe ich zu dem Thema bisher wenig gepostet.

(Medien-)Ethnologie und Weblogs auf mediascapes.de

Ein Interview mit Lorenz animiert mich dazu, doch etwas mehr aus meinen bisherigen Texten und Notizen über Weblogs zu veröffentlichen. Was meine Fragestellungen an das Thema angeht, bleibe ich hier und nun eben auch da dran.

We gotta make a decision
We leave tonight or live and die this way

Video auf YouTube. Text hier.

Vom fremd sein zur Blog-Freundschaft

Lilia Efimova veröffentlicht auf ihrem Weblog ein Stück aus ihrem 2007 erscheinenden Buch “Remote relationships in a small world”.

Wie entstehen “weblog-mediated relationsships” ist die Frage; am eigenen Beispiel des Kontaktes mit Andrea (hey, lange nicht mehr gebloggt!) zeigt Efimova dies auf. Ich habe bereits die ein oder andere grafische Darstellung von Efimova benutzt, um verschiedenes rund um Blogs zu erklären. Auch die neue zu diesem Probekapitel ist wieder großartig und auf Flickr auch mit Anmerkungen versehen.

So, what turns familiar stranger-bloggers into blogger-friends? Based on our own case we cannot provide definite answers for everyone, but there are a few factors that did it for us:

  • Reciprocity. Although it took some time to discover that our interests were crossing and expertise were complementary, the fact that we both saw ways of benefiting from communication was important in developing it further.
  • Vulnerable writing. In our case exposing our own uncertainties in writing turned into deeper trust and better understanding of each other.
  • Choice of media. Although our relationship started through weblogs, later on we employed a variety of tools to communicate. The ability to switch from the open-endedness of blogging in public, to the privacy of email, or the immediacy of Skype has helped to interact in ways that would suit our needs best.
  • Grab it as long it’s there! Text und Grafiken gehen aufgrund einer merkwürdigen Vereinbarung mit dem Verlag offline, sobald das Buch erscheint.

    Ms. Dewey

    Ms. Dewey hat ein paar nette Sachen drauf (besonders wenn man sie mit Anzüglichkeiten konfrontiert — womit wohl zu rechnen war). Nun ja, wie der Stylespion richtig bemerkt: Unbrauchbare Suchmaschine, aber kurzweilige (und hübsche) Spielerei.

    Petition gegen Wahlcomputer

    Ich unterstütze die Forderung nach ersatzloser Streichung des § 35 Bundeswahlgesetz (Stimmabgabe mit Wählgeräten). Gründe gibt es einige; wem das nicht reicht, der kann sich ja mal die zukünftigen Debatten nach knappen Wahlausgängen vor Augen führen: Soviele gute Nerven wie es bräuchte, um das medial durchzustehen hatte ich nicht einmal, als ich noch jünger war. ;)