Sehr schöner Sampler für lau. U.a. mit Broken Social Scene & TV on the Radio. [via Chris von regioactive]
Monthly Archive for Mai, 2007
Anders als die Helden des modischen Theorieschrifttums ist es eben immer noch nicht so, dass die typische Erdenbuergerin von einer kreolischen Mutter und einem migrantischen Vater in einem Flugzeug gezeugt und auf einem Flughafen geboren wird, um ihr Leben dann als transnationale Stadtnomadin in Megacities zu verbringen.
Ein teils sehr humorvolles, aufschlussreiches und mit vielen guten Links gespicktes Interview mit Christoph Antweiler über sein neues Buch “Was ist Menschen gemeinsam? Über Kultur und Kulturen”, kulturelle Gemeinsamkeiten, Universalien, Differenzen und zudem auch Lob für Ethnologie in den Blogs gibt es drüben auf anthropologi.info.
Diese Initiative bedeutet natürlich nicht, dass die Radioquoten-Debatte vom Tisch wäre. Ich hingegen wünsche mir bessere Quoten bei Vinyl-Verkäufen und finde, der Ansatz von Polyvinylrecords (u.a. 31 Knots), die erstandenen Alben auch als Download anzubieten, eignet sich dafür ganz hervorragend.
Dieser Telepolis-Artikel über den Streik der Telekom erscheint mir wie so manch anderer Kommentar dieser Tage reichlich unfair. Natürlich klappt nicht alles, doch würden u.a. die Callcenter plötzlich vor neuer Motivation platzen, wenn sie für weniger Geld mehr arbeiten müssten? Wohl kaum. Zudem deckt sich diese harsche Kritik nicht mit meinen persönlichen Erfahrungen. Einerseits habe ich mich selbst oft genug über die rosa Firma geärgert, andererseits sieht es im Verhältnis zu der langen Zeit, in der ich nun bereits Kunde bin (bei DSL z.B. seit der allerersten Testphase), nicht mehr ganz so schlecht aus. Von anderen Telekommunikationsanbietern hört man auch nicht zu jeder Zeit nur das Beste. Und zu guter letzt: Der Fisch stinkt vom Kopf her. Daher: In meinen Augen handelt es sich um einen legitimen Streik, dessen Zielen eine derartige Polemik nicht gerecht wird.
{Disclaimer: My Dad was on their payroll}
Es ging an mir vorbei, aber Ende des vergangenen Monats hat sich der Bundestag mit dem popkulturellen Teil der “Kulturwirtschaft” beschäftigt und ging dabei über die bisherigen Radioquoten-Debatten hinaus. In der Bundesdrucksache 16/5111 kann man lesen:
Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass die Hürden für Musikerinnen und Musiker im Bereich der populären Musik sehr hoch sind, wenn sie ihre Musik zum Beruf machen wollen. Eine hohe Qualität von künstlerischer Leistung im Rock, Pop oder Jazz allein reicht kaum aus, um dieses auch professionell betreiben zu können. Verschiedene grundlegende Probleme erschweren die Möglichkeit von Musik leben zu können. Einzelne Bedingungen haben sich in den vergangenen Jahren sogar verschlechtert. Der Deutsche Bundestag anerkennt die Bedeutung der populären Musik und ihrer Förderung. Als stärkende Maßnahme hat er daher zunächst entschieden, für das Haushaltsjahr 2007 im Etat des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Projektmittel in Höhe von einer Million Euro zur Förderung der populären Musik vorzusehen (”Initiative Musik”).
Einige weitere Anträge umrahmen die Förder-Vorhaben, nachdem bisher 80% der Gelder in den Bereich der klassischen Musik flossen. Der Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen (VUT) begrüßt diese Entwicklung mit den Worten: “Die Beiträge der beteiligten Fraktionen und Abgeordneten sind ein zukunftsweisender erster Schritt, Tausende von Musik- und Kulturschaffenden und ihre Geschäftspartner in einer Zeit weitreichenden strukturellen Wandels im Musikmarkt zu unterstützen. (…)…nach Kraftwerk und Ton Steine Scherben, nach Blumfeld und Jan Delay, nach Xavier Naidoo, Rosenstolz, Till Brönner und vielen mehr – erreicht der Wunsch der Gesellschaft nach musikalischer Vielfalt die Ohren und Herzen der Politik.” Ich bin gespannt, aber skeptisch, welche Ergebnisse diese Intiative zeitigen wird. Alldieweil haben wir in Mannheim ja unser eigenes Modell, das desöfteren mal erfreuliches, dann wieder unerfreuliches, über öffentliche Kulturförderung lehrt.
Köhler schrieb in seinem Glückwunschtelegramm an Sarkozy: “Herr Präsident, zu Ihrer Wahl zum Präsidenten der Französischen Republik gratuliere ich Ihnen, auch im Namen meiner Landsleute, ganz herzlich und wünschen Ihnen Glück und Erfolg bei der Erfüllung Ihrer Aufgaben.”
Nein, nicht in meinem Namen.
Das Uneins-Magazin, auf dessen Launch-Event wir am 11.5. im Musikpark mit Feromon spielen werden, hat nun endlich eine kleine Info-Seite im Web:
“In unserem Projekt greifen wir die Tradition der christlichen 10 Gebote auf, übertragen sie auf die heutige Zeit und sprechen in unserer Denkreise aktuelle Themen an. Diese reichen von »Privatsphäre im Kreuzfeuer« über »Soziale unGerechtigkeit?!« bis hin zum »Web3.0«.”
Das klingt doch alles gar nicht so unspannend und umso mehr freuen wir uns auf den Gig!
Link: sevenload.com
-> Weitere Infos zu unserer Sendung findet ihr unter www.regioactive.de/TV.
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