“nkl” (wer oder was ist das?) auf Spiegel Online: “Muslime, Christen und Juden verwickeln sich in einen ‘Kampf der Kulturen’, der Streit und Gewalt zur Folge hat. Eine Kurz-Geschichte.” Stimmt, was uns nkl da auftischt, ist in der Tat ziemlich kurz. So kurz, dass es eigentlich weder als Geschichte noch als Chronologie der Skandale ernsthaft durchgehen kann. Auf ein Neues und immer wieder, die alte Leier von Kampf der Kulturen, den nkl in pseudo-distanzierende Anführungszeichen setzt.
Rushdie … blabla … Karikaturenstreit … blabla … blablabla … und jetzt auch noch der Papst! … und überall diese doppelten Imame!
Die Spon-Kulturseite unterschreitet wirklich die sogenannte “Matusseksche Niveaugrenze”. Handfesten Informationen aus Insiderkreisen zufolge spricht man im redaktionsnahen Umfeld mittlerweile davon, dass sich Spiegels, Welts und Tagesspiegels in einen “Krampf der Starrsinnigen” verwickeln, der Streit und Gewalt zur Folge hat.
Der Verteidigungsminister hofft, die Opposition ist sich noch uneins, da erklärt die FAZ den Traum von einer Demokratie im Kongo für ‘wohl’ beendet: “Nüchtern betrachtet hat der mit 45 Prozent siegreich aus der Wahl hervorgegangene Kabila einen Mordanschlag auf seinen Rivalen angeordnet und bei gleicher Gelegenheit die zurückliegenden, 450 Millionen Dollar teuren Wahlen zur Makulatur gemacht. … ‘Wir müssen jetzt versuchen, den Demokratisierungsprozeß irgendwie zu retten’, sagte ein europäischer Diplomat, ‘allerdings weiß ich nicht, ob der Patient überhaupt noch lebt’.”
Kongo is’ weit weg, ne? Kann man es schon mal mit Hoffnung probieren, wenn sich sowieso niemand wirklich dafür interessiert. Dilettanten allenthalben.

Offensichtlich ein Hit, das Blog des iranischen Präsidenten. Das Beste daran formuliert der iranische Weblog-Pionier Hossein Derakhshan ironisch: “… we should be happy that they’re not going to shut down the blogging services as long as Ahmaedinejad is a populist.”
Für Beiträge über den jüngsten Krieg im Nahen Osten kann und sollte man die Gebrauchsanleitung der TAZ beachten.
So ist Israelkritik politisch korrekt, von Isolde Charim. 8 Regeln gibt es einzuhalten:
1. Halten Sie inne und überlegen Sie, wer Sie sind.
2. Bevor Sie argumentieren, überprüfen Sie Ihre Emotionen.
3. Hüten Sie sich vor Formulierungen wie: “Gerade das Volk, das so viel gelitten hat, tut jetzt anderen Leid an.”
4. Glauben Sie nicht, mit der blauäugigen Forderung nach Ausgewogenheit wären Sie aus dem Schneider!
5. Vermeiden Sie das Klischee vom Kampf “David gegen Goliath”.
6. Vermeiden Sie den Schulddiskurs!
7. Argumentieren Sie aktuell!
8. Der entscheidende Punkt: Wählen Sie den richtigen Ton!
Ich mag (noch) gar nicht über diesen Krieg schreiben — gesammelte Artikel finden sich auf delicious.
… ja manchmal, da steckt in einem Bushism doch subtiler und tieferer Sinn:
“I’ve reminded the prime minister — the American people, Mr. Prime Minister, over the past months that it was not always a given that the United States and America would have a close relationship.” — Washington, D.C., June 29, 2006
[via OGM]
Im Juli wird Bush in Deutschland sein, und zwar vom 12. bis 14. Juli u.a. im Wahlkreis von Angela Merkel, in Stralsund. Rückblick auf vergangene Besuche, Ausblick und gute Links dazu gibt es bei rtfm.
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